Babyschwimmen '08

29.06.09

1.Stunde 21.10.2008

Ich war aufgeregter als der kleine Mann als wir heute Morgen um Viertel vor 10 beim Schifferstadter Hallenbad ankamen. Schnell war ich umgezogen und machte mich daran auch Noah umzuziehen. Mit knallroter Badehose lutschte der kleine Mann eifrig am Daumen und war von den anderen Babys ja noch ziemlich unbeeidruckt. Ich war nur froh, dass wenigstens ein paar bekannte Gesichter aus Vorbereitungs- und Rückbildungskurs dabei waren. Zum Beginn gingen wir erst mal duschen, was unter den Kleinen allgemeine Empörung hervorrief. Als wir uns auf die Treppen am Rand des kleinen Beckens setzten fing Noah gleich mal an zu quengeln. Denn obgleich ich ihm kurz vorher noch frische Milch angeboten hatte, die er natürlich grinsend verschmähte, bekam er jetzt Hunger. "So aber nicht du Kerl", dachte ich mir und gab erst mal nicht nach. Wir hoben die Babys vor uns durchs Wasser, hielten dabei Augenkontakt und sprachen leise mit ihnen. Als wir auf der anderen Seite angekommen waren hatte Noah sich akklimatisiert und beruhigt. Als nächstes zogen wir die Kleinen, hielten weiterhin Augenkontakt und schwenkten die Babys nach rechts und links, damit ihre Hüfte sich bewegte. Dabei liefen wir rückwärts und so kam es zu einigen Fast-Kollisionen, aber den Babys machte es Spaß. Auch Noah war voll in seinem Element und strampelte glücklich im Wasser. Die Leiterin ging mit einem Eimerchen umher und schüttete jedem Kind etwas Wasser über den Kopf. Alle spitzten brav die Lippen und zeigten, dass sie für die Tauchlektion nächste Woche bereit waren. Nach einer halben Stunde war es den meisten Mäusen dann aber genug und immer mehr begannen zu quengeln. Noah, der seit einiger Zeit versuchte seinen blauen Spielzeugdelfin zu fressen, schloss sich der allgemeinen Stimmung an. Es gab aber auch ein paar Wasserteufel, die nicht genug vom Planschen haben konnten. Wir gingen also so langsam alle aus dem Wasser und machten uns daran die Babys erst mal zu duschen und dann anzuziehen. Während ich mich fertig machte und mein kleiner Mann in seinem Babysafe saß ließ er mich nicht aus den Augen, obwohl er offensichtlich hundemüde war. Erst als ich ihn im Auto stillte schlief er erschöpft ein und wachte nicht mal mehr auf, als ich ihn wieder in seinen Sitzt setze. Ich bin gespannt auf nächste Woche wenn Andreas uns begleiten will!

 

2.Stunde 28.10.2008

Heute ist unser kleiner Schatz nicht nur ein halbes Jahr alt, sondern wir waren auch zum zweiten Mal beim Babyschwimmen. Diesmal zusammen mit Andreas. Vater und Sohn im Roten-Badehosen-Partnerlook waren ganz aufgeregt. Wir waren etwas spät dran und beeilten uns ins Wasser zu kommen. Noah war diesmal ausgeschlafener und obwohl er vorher brav getrunken hatte, lutschte er trotzdem an allem, was er in den Mund bekommen konnte. Wir schwenkten die Kleinen wieder durchs Wasser und allen gefiel's. Das ein oder andere Kind jauchzte auch vor Freude. Die Leiterin wollte mit Noah zeigen, das die Kleinen mittlerweile auch schon brav strampeln, wenn man die Hüfte nicht schwenkt, aber Noah hatte augenblicklich durchschaut, dass da eine Fremde mit ihm schwamm und fing sofort an zu weinen. Bei Mama angekommen war aber alles wieder in Ordnung. Um es spannender zu machen fingen wir an die Babys nur mit einer Hand zu halten. Der dazugehörige Arm lag derweil unter der Brust der kleinen Wasserratten damit keines den Kopf unter Wasser tauchen konnte. Auch unser neuer Schwimmring wurde eingeweiht. Als nächsten wurden die Mäuse nämlich in die Ringe gesetzt und durchs Wasser gezogen. Dabei drückten wir die Händchen gegen den Reif und hörten nicht auf die Süßen zu bewegen. Sobald wir anhielten sank nämlich der Babypo und auch das ganze Baby drohte zu versinken. Endlich konnten wir auch heraus finden, womit Noah zum Schwimmen überredet werden kann. Sobald wir den blauen Delfin vor ihm im Wasser schwimmen ließen bemühte er sich zunehmend's ihm näher zu kommen. Mit Händen und Füßen trieb er sich seinem Delfin näher und kaum hatte er ihn erreicht steckte er ihn sich zufrieden in den Mund. Zu guter Letzt stand heute der erste Tauchgang auf dem Programm. Einmal durfte Mama und einmal Papa. Wir hielten Noah vor uns und sahen ihm in die Augen. Er bekam eine Ladung Wasser über den Kopf und dann hüpften wir leicht hoch und runter um schließlich beim runterhüpfen bis unter Wasser zu gehen. Unter Wasser hielten wir den Augenkontakt um den kleinen Mann zu beruhigen. Beim Auftauchen prustete er, aber ansonsten ging es ihm wunderbar. Nur seine Augen wurden etwas rot vom Chlor. Somit war es auch schon wieder Zeit zum Duschen. Während ich Noah abduschte, ging Andreas sich abbrausen. Ich übergab ihm dann den Kleinen zum Anziehen und ging selbst unter die Dusche. Noah war es jetzt aber wirklich genug und er schrei das ganze Schwimmbad zusammen. Um Alles etwas abzukürzen zog ich mich gleich an, um den verheulten Noah zum Stillen zu übernehmen während Andreas sich anzog. Im Auto schlief Noah wieder friedlich, von der ganzen Anstrengung ausgelaugt.

 

3. Stunde 4.11.2008

Heute waren wir mal wieder fast zu spät. Andreas musste zu Besprechung seines Praktikumsordners in die Schule und fuhr mit uns. Um zehn vor zehn schlüpften Noah und ich in die Umkleidekabine. Kurz danach erschienen noch ein paar Nachzügler und ich atmete auf. Ich zog meinen schwarzen Bikini an und weiter ging’s in die Schwimmhalle, wo Noah seinen roten Strampler gegen die rote Badehose tauschte. An die harte Dusche im Schwimmbad hat er sich noch nicht gewöhnt, also erntete ich erst einmal empörende Quengelei, als wir uns abduschten. Ganz flink gesellten wir uns zu den restlichen Eltern und ihren Babys. Heute war der kleine Mann ausgeschlafener und satter und sah sich erst einmal genau um. Es schien als würde er die vielen anderen Babys zum ersten Mal richtig wahrnehmen. Wir schwammen zum gegenüberliegenden Beckenrand und fingen an. Dank seines Delfins benutzte Noah heute auch mal seine Beine, ohne, dass ich seine Hüfte hin und her schwenkte. Er versuchte alles um dem Spielzeug näher zu kommen und sobald es in Reichweite war sperrte er seinen Mund auf und schnappte danach. Die Arme auch noch zum Greifen zu benutze, wer ihm die meiste Zeit zu blöd und er spielte lieber Schnappfisch. Um den Babys zu zeigen, dass der Rand ein sicheres Ufer bedeutet stellten wir uns mit ihnen an den Beckenrand und legten ihre Arme so darüber, dass sie sich eigentlich selbst festhielten. Zur Sicherheit stützen wir die kleinen Ärmchen rechts und links mit den Händen. Doch einfach nur am Rand zu hängen wird auf die Dauer richtig langweilig, also probierten wir noch etwas Neues aus. Wir setzten die Kleinen auf den Rand und ließen sie nach vorne fallen, wo wir sie auffingen. So vollführten die Zwerge eine Bauchlandung nach dem anderen. Unser kleiner Mann, der jedes Mal strahlte, wenn er mich sehen konnte, war voll dabei. Um etwas mehr Geschwindigkeit in die Sache zu bekommen, zogen wir die Babys heute mal etwas schneller durchs Wasser. Auch im Schwimmreifen ließen wir sie flitzen und planschen. Kaum hatten wir richtig angefangen, war unsere halbe Stunde auch schon wieder vorbei und nach einem letzten Tauchgang verkündete Noah lautstark, dass er wieder raus und ins Trockene wolle. Beim Anziehen war er diesmal nicht der lauteste und schon viel ruhiger als die letzten Male. Aber er ließ mich merken, dass ihm dieser Teil unserer Aktivität am wenigsten zusagte und ich beeilte mich ihn wieder in den Babysafe zu setzten. Als ich endlich auch angezogen und geföhnt war konnten wir gehen und wurden von Papa Andreas auch schon sehnsüchtig erwarten. Im Wagen trank Noah noch etwas und nun schläft er friedlich. Eben wie ein Baby.

 

4.Stunde 11.11.2008

Heute kam Andreas wieder mit. Endlich einmal pünktlich kamen wir an und machten uns ans umziehen. Diesmal nahm Andreas Noah mit, was auch gut so war, denn die Damenumkleide platzte aus allen Nähten. Flink waren wir beim Schwimmbecken und während Andreas Noah umzog (heute mal eine grün-orangen Badehose) richtete ich schon die Sachen für nach dem Schwimmen. Schnell unter die dusche und schon saßen wir auf der Treppe im Becken und Noah grinste uns an. Sein erster Zahn blitzte wenn er seinen Mund zu einem breiten Lachen werden ließ. Wir gingen gemeinsam tiefer ins Wasser und hüpften auf und ab um die Babys aufzuwecken. Noah lachte seinen Papa an und war guter Dinge. Sobald er seinen Delfin sah strampelte er brav mit den Beinen und streckte die Ärmchen aus. Wir zogen die Babys wieder schnell durchs Wasser. Als der Schwimmreif zum Einsatz kam nutzten wir einen neuen Griff. Anstatt die Händchen der Kleinen am Reif festzuhalten hoben wir den vorderen Teil des Reifens leicht an um zu verhindern dass die Köpfchen der Babys unter Wasser tauchten. Den anderen Arm legten wir hinter den Rücken über den Reifen, so dass das Köpfchen auch nicht nach hinten durch rutschen konnte. Allerdings hatte Noah heute keine besondere Lust auf den Reifen und treib nur lustlos darin umher. Nachdem wir ihn wieder raus gehoben hatten war er wieder quietschfidel. Wir wiederholten das am Becken Festhalten der letzten Stunde, wobei Noah zu meckern anfing. Das ins Wasser Springen machte ihm schon wieder viel mehr Spaß. Als neue Disziplin führten wir heute das Rückenschwimmen ein. Dazu hoben wir die Süßen erst so, als ob wir sie nach vorne schwimmen lassen wollten. Dann hoben wir sie mit dem unteren Arm nach hinten, so dass der Kopf in der zweiten Hand landete. Die erste nutzten wir dann um das Kinn mit zwei Fingern zu heben, so dass das Köpfchen sicher über dem Wasser war. Zum Glück gibt´s den Auftrieb, denn so war mein kleiner Prinz federleicht. Diese neue Erfahrung trieb ihn aber dazu Arme und Beine anzuziehen und sich überhaupt nicht mehr zu bewegen. Also ließen wir ihn wieder auf der Brust schwimmen. Zum Ende dieser Stunde wurden die ersten Unterwasserphotos gemacht. Dazu tauchten wir wie gewohnt mit den kleinen unter, drehten sie aber leicht, so dass sie in die Kamera sahen. Dann durfte auch der Papa noch mal mit seinem Sohn tauchen und schon waren die 30 Minuten zu ende. Da ich diesmal schon alles vorher gerichtet hatte musste ich nicht mit nassen Händen die Tasche durchwühlen und alles lief etwas schneller. Im Auto trank Noah seine Portion Milch und schlief ein sobald er angeschnallt war.

 

5.Stunde 18.11.2008

Heute ging es Noah richtig gut. Glücklich ausgeschlafen lachte er noch während Andreas ihm die Badehose anzog und ließ sich auch von der Dusche nicht erschrecken. Kaum hatte ich mich mit ihm auf die Treppe im Becken gesetzt spritzte er mich mit seinen Ärmchen nass und wartete auf seinen Papa. Zusammen gingen wir tiefer ins Becken und fingen an zum Aufwärmen rum zu hüpfen. Nachdem gründlichen Ohrenwaschen, das mittlerweile zum Standard gehörte zog ich meinen kleinen Prinz durchs Wasser und versuchte seinen Beine aktiv werden zu lassen. Noch zögerlich, aber immer öfter strampelte Noah sich ein Stück vorwärts und machte uns heute richtig stolz. Da ich mein Haargummi vergessen hatte schwammen meine Haare wie aufgefächert im Wasser und spornten Noah noch mehr an als der blaue Delfin. Wie ein Fisch im Wasser schien sich der Kleine heute zu fühlen. Im Schwimmreif hielt Noah sich schon so gut selbst fest, dass wir wieder einen neuen Griff ausprobierten. Dabei kontrollierten wir nur noch den hinteren Teil des Reifens um Noah zu helfen die Balance zu halten. Ansonsten schwamm Noah ganz ohne Halt. Auch am Beckenrand hielt unser Großer sich schon ganz alleine fest, so dass meine Hände als Stütze gar nicht von Nöten waren. Nach ein paar Bauchplatschern machten wir uns an die letzte Neuigkeit des Tages. Ein Partner setzte sich mit dem Baby auf den Beckenrand und der zweite versuchte Blickkontakt mit dem Kleinen her zu stellen. Dann ließ der erste das Kind ins und unter Wasser und schob ihn soweit, dass der zweite Partner das Baby nur noch aus dem Wasser fischen musste. Noah machte brav mit und ließ sich nichts anmerken. Zu guter Letzt konnten wir noch mal einen normalen Tauchgang wagen bei dem wieder Unterwasserphotos gemacht wurden. Schon in der Kabine fielen Noah die Augen zu uns wurde heute klar wie nah wir ihm das Medium Wasser bringen konnten.

 

6.Stunde 25.11.2008

 

Heute war leider, leider die letzte Stunde dieses Kurses. Pünktlich und ausgeschlafen kamen wir im Hallenbad an und sogar Noah war brav während ich ihn umzog. Auch an die Schwimmbaddusche hat er sich mittlerweile gewöhnt und so lies er das heute friedlich über sich ergehen. Um Resume ziehen zu können gingen wir alle Griffe, die wir während des Kurses gelernt hatte noch einmal durch und probierten alles aus. So konnten auch die, die das ein oder andere Mal gefehlt hatten sicher sein nichts verpasst zu haben. Für Noah war alles schon altbekannt und so zeigte er heute was für ein Schwimmprofi in ihm steckt und strampelte glücklich durchs Wasser. Kein Tropfen, der ihm bei seinen wilden Händeplatschern in die Augen traf konnte ihn aus der Ruhe bringen und wir staunten nicht schlecht über unseren kleinen Mann. Sogar ohne seinen heiß geliebten Delfin strampelte er sich kräftig vorwärts. Andere Babys waren heute nicht so gut drauf und quengelten auch am letzten Tag mit ihren Müttern herum. Aber nicht unser Schatz, der noch am Anfang des Kurses vor allem beim An- und Ausziehen zu den Lautesten gehört hatte. Im Schwimmreif tunkte er zwar seinen Mund ein paar Mal unter Wasser, aber er merkte wohl, dass er das sich selbst zu verdanken hatte und wunderte sich nicht. Lachend ließen wir ihn mal auf Mama, mal auf Papa zu schwimmen und bedauerten immer mehr, dass gerade jetzt, wo unser Schwimmmeister endlich auftaut der Kurs auch schon zu Ende ist. Zum Abschluss wurden noch einmal Unterwasserphotos geschossen und vielleicht könnt ihr bald das ein oder andere Bild hier entdecken. Zu guter Letzt versprach die Leiterin des Kurses im Januar einen neuen Babyschwimmkurs anzubieten und, falls genug Rückfrage besteht, sogar einen eigenen für uns, die wir ja schon so einiges können. Andreas und ich haben uns außerdem vorgenommen auch in Zukunft mit unserem Spatz ab und zu schwimmen zu gehen. Der Kurs hat uns sehr viel Spaß gemacht und ist jedem, der mit seinem Baby ein bisschen Wasser erleben will zu empfehlen. Allerdings wird der Kurs nur im Winter angeboten, da im Sommer das Freibad geöffnet ist.


 

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