Babyschwimmen '09

29.06.09

1.Stunde 13.01.2009

Endlich wieder Schwimmen. Im Dezember waren wir noch zwei Mal mit Noah im Schwimmbad. Immer Freitagabends. Es war immer ziemlich leer und einmal hatten wir sogar das ganze Becken nur für uns! Noah hat dann gleich seinen Schlafanzug angekommen und zu hause brav geschlafen!

Doch heute fing endlich der Fortgeschrittenen-Kurs fürs Babyschwimmen an. Kaum zu glauben. Noch nicht Krabbeln können, aber im Schwimmen schon ein fortgeschrittenes Baby sein! Aber auch fortgeschrittene können noch was lernen und so wurden die Kleinen heute mal an den Armen durchs Wasser gezogen. Die Muskeln anspannen, so dass er nicht untergeht, konnte sogar unsere kleine Schlafmütze. Der Kurs dieses Jahr fängt eine halbe Stunde später an, als letztes Jahr. Leider. Um 10:00 nimmt der Kleine seinen Obstbrei zu sich und danach ist eigentlich Schlafenszeit. Also mussten wir heute mit einem satten, aber sehr müdem Baby, mal wieder viel zu spät dran, ins Hallenbad eilen. Umgezogen waren wir schnell, aber allen anderen waren schon beim Duschen, als ich noch Noahs Badehose hochzog. So müde, wollte unser kleiner Prinz heute gar nicht recht aufblühen. Als wir allein mit ihm im Schwimmbad waren hat er gestrampelt wie ein Marathonschwimmer und heute- nichts. Kaum eine Beinbewegung konnten wir ihm entlocken. Mit Mühe und Not und mit Hilfe diverser Wasserspielzeuge, inklusive seinen geliebten Delfin, zeigte er wenigstens ein paar Regungen. Viele der letzten Kursteilnehmer waren gekommen. Die Babys waren größer und reger und wir fanden es nur schade, dass Noah einfach viel zu müde war um richtig mit zu machen. Kein Popowackeln, kein Schwimmreif, kein Papa, der lustig auf und abtauchte, nichts animierte ihn so richtig. Dazu kam auch noch, dass um diese Zeit die Sonne mitten durch die großen Fenster am Kinderschwimmbecken strahlt und keines der Kinder, Noah eingeschlossen wollte der Sonne entgegen schwimmen. Ehe wir uns versahen war unsere Zeit auch schon wieder vorbei und wir gingen uns duschen und umziehen. In der Umkleidekabine war es Noah dann endgültig genug und er protestierte lautstark gegen die Schlafverzögerung. Hoffentlich ist er nächste Woche wacher und aktiver!!

 

2. Stunde 20.01.2009

Heute war der kleine Mann schon wesentlich aktiver. Allerdings schien die Sonne, dank der dicken Wolken, heute auch nicht grell in den Schwimmbereich. Kaum zu glauben, dass dieses schlechte Wetter zu was nutze sein kann. Kaum war Noah im Wasser strampelte er munter drauf los und wir lieben Eltern staunten nicht schlecht. Richtig in Fahrt kam Noah als er eine gelbe Spielzeugente entdeckte. Um an das Tierchen ranzukommen war ihm keine Anstrengung zu groß. Glücklich schwamm er das Becken auf und ab, immer die gelbe Ente vor sich hertreibend. Natürlich hatten Andreas und ich ihn dabei im Griff. Als es an die Schwimmringe ging war Noah aber richtig faul. Gemütlich lehnte er sich zurück, seine Ärmchen vorne um den Ring geschlungen, sein Köpfchen hinten an den Ring angelehnt und trieb fröhlich durchs Wasser. Ohne dass jemand den Ring festhalten musste genoss Noah heute mal seliges Nichtstun im Schwimmring und vor meinem inneren Auge lag er in einem sonnendurchfluteten Pool, einen Cocktail in der Hand. Wahrscheinlich wäre er eingeschlafen, hätten wir ihn nicht wieder nach vorne gezogen, so dass er wohl oder übel etwas Bewegung zeigen musste. Als neueste Tagesordnung sollten die Babys heute an ihren Mamas und Papas hoch laufen. Dazu lehnten wir uns, so gut es ging nach hinten und "stellten" die Kinder auf unserem Bauch ab. Durch hin und her drehen sollten die Kleinen zu den ersten Schritten animiert werden. Bei Andreas klappte es viel besser, waren da ja keine Milchtüten im weg. Trotzdem wollte Noah da nicht so recht mit machen. Tauchen gefiel ihm heute nicht, musste er dazu ja seine geliebte Ente aus der Hand nehmen. Aber noch während ich mich schon abduschte spielten Vater und Sohn in trauter Zweisamkeit im ansonsten leeren Becken. Natürlich war Noah danach auch dementsprechend müde und wollte nur noch eins. Schlafen!

 

3. Stunde 27.01.2009

Der arme Andreas ist krank. Nachdem er schon mehrere Tage und Nächte schniefend und hustend fristen musste, entschied er sich heute daheim zu bleiben. Also kamen Noah und ich alleine ins Schwimmbad, viel zu spät, da der Kerl beim Essen rumgezickt hat. Nichts desto trotz war er beim Schwimmen bei bester Laune. Kaum fühlte er das Wasser um sich strampelte er und war ganz darauf versessen vorwärts zu kommen. Auch heute war uns der Himmel wohl gesonnen, denn die Sonne hielt sich brav versteckt, so dass keiner geblendet wurde. Kaum hatte ich die gelbe Ente entdeckt, die Noah letzte Woche in sein Herz geschlossen hatte, steigerte sich seine Aktivität noch einmal. Wie ein kleiner Delfin schien er durchs Wasser zu hüpfen, das Entchen in seinen Händen. Dass mittlerweile drei neue Zähnchen ihn ärgerten und der vierte auch schon angedeutet zu sehen war, merkte man überhaupt nicht. Die ganz große Überraschung kam beim Schwimmring. War Noah letzte Woche noch faul darin gelegen so war er heute wie ausgewechselt. Das Entchen vor der Nase strampelte er wie ein Wilder und siehe da, sogar als ich den Ring losließ und der kleine Mann ohne „Stützräder“ in seinem Schwimmring war, kam er ohne Weiteres vorwärts. Er schwamm. Ganz allein. Na ja, bis auf den Schwimmring natürlich. Als ich mich vor ihn zu dem Entchen gesellte und er scheinbar begriff, was er da gerade machte, fing er an groß zu grinsen. Als neustes Experiment sollten die Babys heute die Treppe hoch laufen. Dabei setzten wir uns erst einmal mit ihnen auf die Treppe, deren Stufen vom Wasser bedeckt sind und versuchten die Kleinen auf eine der unteren Stufen zu stellen. Kaum hatte Noah gemerkt, dass er stehen durfte, drückte er die Beinchen gerade nach unten und lachte. Es klappte super. Wenn ich eines seiner Beinchen vom Boden löste und ihn etwas nach vorne drehte „ging“ er einen Schritt vor. Der Spaß war groß, so groß, dass Noah sogar sein geliebtes „Mamamama!“ verlauten ließ. Zu Hause sagt er das zwar oft, aber woanders eher selten, nur nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, Dass er es also heute mehrmals laut sagte, zeigte mir, er fühlte sich Pudelwohl. Wie ein Fisch im Wasser. Zu guter letzt wurden mal wieder ein paar Bilder gemacht. Sowohl unter als auch über Wasser. Als es allerdings ans Anziehen ging, kooperierte mein kleiner Schatz nicht mehr. Frech drehte er sich hin und her und so brauchten wir bestimmt doppelt so lange, bis ich ihn endlich gut eingepackt hatte. Kam saß er dann im Auto fielen ihm seine müden Äugelchen zu.

 

4.Stunde 03.02.2009

Heute war Andreas wieder mit dabei. Also wieder zu dritt und wieder zu spät, wie auch anders, wenn der kleine Spatz um 10:00 erst seinen Obstbrei bekommt, zum Schwimmbad. Leider war unsere Betreuerin heute krank, also gab es eine Vertretung. Das Wasser war auch etwas kühler, als wir es gewohnt sind, denn im warmen Wasser waren am Morgen zu viele Bakterien. Doch all das und selbst die grelle Sonne, die wieder ins Schwimmbecken strahlte, konnten unseren kleinen Wassermann nicht aufhalten. Kaum war er im Wasser strampelte er wie verrückt und wäre am liebsten sofort losgeschwommen. Glücklich paddelte er mit Armen und Beinen und sobald wir die gelbe Ente gefunden hatten lachte er auf. Von einem Ende des Beckens zum anderen kämpfte er sich vorwärts und ich hatte richtig Mühe ihn auch schnell genug vorwärts kommen zu lassen. Im Schwimmring schwamm er wieder fast ganz selbstständig und zeigte seinem Papa stolz, wie man sich im Wasser fortbewegt. So schön die Schwimmstunde auch war, so wenig gibt es heute zu erzählen, denn wir haben nichts neues gemacht und hauptsächlich alleine mit unserem süßen Sohn gespielt. Ich habe Andreas noch gezeigt, wie wir letzte Woche das Festhalten mit der Hand am Beckenrand trainiert haben und Noah machte es schön vor. Der Tauchgang am Ende konnte Noah auch nicht die Freude nehmen und schließlich, ehe wir uns versahen, lag er auch schon mit anklagenden Augen in seinem Kindersitz und wartete, dass wir endlich fertig wurden.

 

5. Stunde 10.02.2009

Die letzte Kursstunde war betont langweilig. Vor lauter Aufregung über Noahs neuen Autositz wären wir fast wieder zu spät gekommen. Unsere Leiterin war wieder da und hatte noch so einige Überraschungen für uns geplant. Nach dem gewohnten Einsatz des Schwimmrings wurden heute kleine blaue Schwimmbretter und bunte Schaumstoffschlangen ausgekramt. Mit unserer Unterstützung konnten die Kleinen die ersten Seepferdchenübungen proben. Wir zogen einen lachenden Noah auf einem Schwimmbrett durchs Wasser, was um einiges schwieriger war als der Gebrauch des Schwimmrings. Immer wieder rutschte der kleine Zwerg seitlich vom Brett und drohte zuviel Wasser zu verschlucken. Die Schlangen waren da schon einfacher zu Handhaben. Wir bogen sie, so dass unten eine Kuhle entstand, die vor und hinten von der Schlange begrenzt wurden. In diese Kuhle wurden die Babys gesetzt und so versuchten wir sie ein bisschen durchs Wasser zu ziehen. Ohne ein paar zusätzliche Hände war aber auch das gar nicht so einfach. Noah wurde es schnell zuviel, doch als er wieder das weite Wasser unter sich spürte blühte er auf und strampelte wie ein kleiner Wassermann. Viel zu schnell ging mit dieser Stunde auch dieser Kurs zu ende und nun bleibt uns nur der Plan wieder Freitagabends alleine mit Noah ins Schwimmbad zu gehen. Den Spaß wollen wir ihm auf keinen Fall nehmen, und vielleicht treffen wir ja auch ein paar Freunde!

Somit enden hiermit die Berichte über unser Babyschwimmen. Als Fazit bleibt, dass wir einige Stunden unvergesslicher Erlebnisse in Erinnerung behalten dürfen und die Hoffnung, dass wir auch bei unserem nächsten Kind einmal die Zeit aufbringen können, so einen Kurs zu besuchen. Der nächste relevante Kurs für Noah wäre übrigens für vier/fünfjährige. Dieser Kurs wird aber nur angeboten, wenn nicht so viele Schulanfänger als Nichtschwimmer Hilfe brauchen.

 

 

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